12. Tag zurück nach Kathmandu

Heute Nacht war es ganz schön kalt. Obwohl hier schon relativ dicke Decken sind, habe ich die 2. Decke auch benutzt. Um 8 Uhr Koffer vor die Tür und frühstücken. Um 9 Uhr geht’s los.

Wir mussten zum Jeep den Berg ein Stück runterlaufen über den Trampelpfad, da nach dem Regen die Strassen matschig sind und direkt in der Baustelle hat sich ein LKW festgefahren.

Stellenweise Interessante Technik des Häuserabrisses. Die Ziegelwände werden entfernt und es bleibt nur das Beton Gerippe mit den Bodenplatten stehen. Danach wird alles neu aufgebaut. Größere Städte Bebauungspläne – Masterplan, viele Baustellen und Ziegeleien und massenhaft Ziegel aufgestapelt.

Bevor wir ins Hotel fahren, sehen wir uns noch ein Projekt in Patan an, ich denke ist ein Vorort von Kathmandu. Das Mahavedi Women Education Center. Das Projekt wird von einem Lehrer Ehepaar geführt und ist eine Schule zur Alphabetisierung und Berufsausbildung für arme Frauen ohne oder mit nur geringer Schulbildung. Die jüngste Schülerin derzeit ist 16 Jahre, die Älteste durften wir heute auch kennenlernen, sie ist stolze 80 Jahre alt.Eine Frau hatte ihr Kind dabei. Es sind zur Zeit über 30 Frauen registriert, davon kommen im Schnitt 25 regelmäßig. Der Unterricht wird täglich angeboten und einmal die Woche gibt es etwas zu essen. So auch heute, wir wurden zum Lunch eingeladen. Es gab Dal Bhat, ein typisch nepalesisches Gericht, welches wir unterwegs auch schon gegessen haben. Es war „mi toscha“ – sehr lecker (ich weiss nicht, wie das geschrieben wird).

die Älteste – stolze 80 Jahre jung

die Köchin

In Nepal gibt es keine Kultur der Erwachsenenbildung. Neben den Grundlehrgängen in Schreiben, Lesen und Rechnen bietet die Schule seit 2011 auch einen Englischkurs und sechsmonatigen Näh- und Schneiderkurs an.
Der Freitag ist für allgemeine Bildung (u.a. Gesundheit, Hygiene, Verhütung), Kommunikation und gemeinsames Feiern von Festen mit Essen, Ausflüge z. B. Tempeln u.ä. reserviert. Dieses Angebot wird ein bis zweimal pro Monat durchgeführt und ist bei den erwachsenen Schülerinnen sehr beliebt und auch für die Anbindung an die Schule wichtig. Die Teilnahme ist Freiwillig und einige Frauen müssen sich zu Hause unter einem Vorwand wegschleichen. In erster Linie sind es die Schwiegermütter, die dafür Sorgen, dass die Frauen das Haus nicht verlassen. Auch viele Männer wollen nicht, dass ihre Frauen das Haus verlassen.

Nach einer herzlichen Verabschiedung ging es weiter zum Hotel, hier checken wir jetzt zum Dritten und letzten mal ein.Zur Abwechslung mal wieder ein wenig rumgebummeln und shoppen. Dann zum Diner, unser Abschlussessen. Wir waren in einem Restaurant mit traditionellem Tanz. Das war der totale „Touri-Schuppen“ und dank der geschätzt 90% Chinesen, unheimlich laut und hektisch. Jeder Tour Guide oder Trekking Unternehmen scheint seine Kunden hierher zu „schleppen“. Zu Essen gab es Dal Bhat. War nicht schlecht, aber nur lauwarm auf Grund der Massenabfertigung.

Und schon ist der vor-vorletzte Tag vorbei.

 

 

Egal was man anfasst, es ist alles staubig.

3 replies on “12. Tag zurück nach Kathmandu”

  1. Seerobbe sagt:

    Wie schade, dann fehlt mir ja meine gemütliche Abendlektuere, oder Du schreibst einfach mal regelmäßig von der Arbeit??
    Danke für die sehr anschaulichen Erzählungen! Schönen Rückflug

  2. Sabrina sagt:

    Danke für die tollen Reiseerlebmisse. Komme wieder gut nach Hause. Sei lieb gedrückt

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